Galerie Lehrte - Kathrin Schwarz: Tiere im Sonntagsgeschirr
Die Gemälde, Zeichnungen und Objekte der Künstlerin scheinen kleine Geschichten zu erzählen, deren Bildebene durch eigenwillige Werktitel erweitert werden. Bekannte Motive wie heimische Tiere, Häuser, Wolken oder Küchengeschirr treffen in überraschender, oft humorvoller und absurder Weise aufeinander. Wirkt die Darstellung auf den ersten Blick unbeschwert, so entfaltet sie aufgrund ihrer grafischen und malerischen Bildsprache einen Phantasieraum, der alltägliche Grenzen verschiebt und ins Surreale aufweitet.
Die grafischen Strukturen, die aus kurzen Strichen, Kreisen und Umrissen bestehen, werden durch Farbflächen und malerische Elemente ergänzt, ohne diese zu überdecken. Räumlichkeit entsteht dabei durch ungewöhnliche Größenverhältnisse und Überschneidungen, nicht durch eine illusionistische Bildkonstruktion. Einzelne Motive finden sich in keramischen Arbeiten wieder, deren farbliche und grafische Gestaltung wie ihre Platzierung im Raum eine zusätzliche Rezeptionsebene eröffnet.
In einer spielerischen Erzählweise werden Tieren, Häusern und anderen Dingen ungewöhnliche Rollen zugewiesen. Das führt beim Aufeinandertreffen von menschlicher Alltagswelt mit Naturphänomenen und Naturwesen zu Mischformen wie Konstellationen, die gewohnte Regeln überschreiten. Eine neue Bildrealität entsteht, die eignen Gesetzen und Inhalten folgt und die Vorstellungsmöglichkeiten erweitert.
Kathrin Schwarz hat Bildende Kunst in Greifswald und Halle studiert. Sie lebt und arbeitet bei Hannover.
Eröffnung: Freitag, 25. September 2026, 19.00 Uhr
Begrüßung: 3. stellv. Bürgermeister Ronald Schütz
Einführung: Julienne Franke, Städtische Galerie Lehrte
Dauer der Ausstellung: bis 22. November 2026
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonntag 14.00 – 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Städtische Galerie Lehrte
Alte Schlosserei 1
31275 Lehrte
VHS (am Schloss Landestrost), EG 01 (großer Saal rechts)
Im Rahmen der ersten Neustädter Langen Nacht der Demokratie wird zu einer literarischen Reise um die Welt eingeladen. „Reiseführerin" ist die renommierte Rezitatorin und Literarische Komponistin Marie Dettmer aus Hannover.
Sie begeistert seit vielen Jahren ihr Publikum an den unterschiedlichsten Kulturorten der Landeshauptstadt – und nun auch hier in Neustadt! Marie Dettmer hat für das Event nachdenkenswerte und humorvolle Geschichten aus Süd- und Mittelamerika sowie rund um die Welt ausgewählt.
Die VHS freut sich, dass Herr Willi Ostermann von der AltrewaBürgerstiftung Neustadt a. Rbge. ein Grußwort an alle Teilnehmer:innen richten wird.
Machen Sie mit bei der ersten Langen Nacht der Demokratie in Neustadt. Diskutieren Sie bei fairen Snacks über Teilhabe, Vielfalt und globale Verantwortung! Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten.
Um die Anmeldung wird gebeten
Bernhard Kock. Okklusionen und LichtBilder
Ausstellung im Schloss Landestrost, zu sehen ab Freitag, 11. September 2026, bis 8. November 2026: „Bernhard Kock. Okklusionen und LichtBilder“.
In der Meteorologie beschreibt eine Okklusion das Zusammentreffen von Warm- und Kaltfronten. Ein Übergangszustand der Atmosphäre, oft verbunden mit diffusem Licht, Dunst und Auflösung. Ein Phänomen, das sich so auch in der Malerei von Bernhard Kock findet. Seine „Okklusionen“ schaffen atmosphärische Bildräume. In den „LichtBildern“ überlagern sich Farbräume bis zur Auflösung ihrer Grenzen.
Ausstellungseröffnung:
Freitag, 11. September 2026, 18 Uhr
Es sprechen:
Ute Lamla, stellvertretende Regionspräsidentin
Wilfried Köpke, Kulturjournalist
Künstlergespräch:
Sonntag, 4. Oktober 2026, 14 bis 15 Uhr
Licht ist faszinierend und kaum fassbar. Die Physik beschreibt es einerseits als Materie, andererseits als Welle. Licht ist sichtbar nur im Raum, wenn es auf einen Gegenstand trifft, durch ein Fenster fällt oder aus einem Spalt hervortritt.
Bernhard Kock abstrahiert künstlerisch ursprüngliche Lichterfahrungen in den beiden Serien „Okklusionen“ und „LichtBildern“.
Die erste Lichterfahrung des Künstlers ist die farbenstarke oder differenziert grauverlaufende, flache Horizontlinie der emsländischen Auen seiner Kindheit. Wie die Lichtreflektionen in den Wolken und Atmosphärenschichten kaum einzugrenzen sind, so fließen in den Arbeiten „Okklusionen“ die Farben ineinander, mischen sich, treten über die Grenzen, machen die Grenzen unscharf. Technisch entsteht der Effekt nicht durch Sprühen, Lasieren oder Schichten, sondern durch das Mischen der Ölfarben. Bernhard Kock schafft so einen Zauber fließender Farbübergänge.
Erinnern die ersten Bilder in der Serie „LichtBilder“ noch an diffus eindringendes Licht aus Fensteröffnungen, so verselbstständigen sich später malerisch die Lichtfelder. In einigen Arbeiten wirken sie beinahe stofflich durch die pastos eingesetzte Ölfarbe. Sie fließen dynamisch durch Pinselstriche getrieben oder flächige Bearbeitung und finden Grenzen, wo Licht eigentlich keine kennt. Die Arbeiten bilden nicht mehr ab, sondern werden deutungsoffen und unfassbar – wie das Licht.
Weitere Info auf den Seiten der Region Hannover