»Ring Frei« Fotografien von Petar Beres
Schon der erste Blick auf die Statistik lässt einen staunen: Die über 300 Mitglieder des BSK Hannover-Seelze kommen aus 25 Ländern. 11 Deutsche Meistertitel errangen seine Athlet:innen bislang. In der Saison 2013/2014 ist die Mannschaft in die Geschichte des Boxsports eingegangen. Nicht einen Mannschaftskampf hat der BSK in dieser Saison verloren. 2017/2018 war der Verein letztmalig deutscher Meister, mehrmals endete man auf dem zweiten Platz der Box-Bundesliga. Und das, obwohl der Verein erst 1993 gegründet wurde. Der BSK Hannover-Seelze legt neben sportlichen Erfolgen besonderen Wert auf ein familiäres Miteinander von Männern, Frauen, Kindern, Wettkämpfern und Hobbyboxern mit den unterschiedlichsten nationalen, religiösen und kulturellen Hintergründen. Der Verein ist im besten Sinne Multikulti!
Was früher und auch jetzt noch häufig Amateurboxen genannt wird, heißt offiziell olympisches Boxen. Olympisch wurde die Kampfsportart im Jahre 1904 bei den Sommerspielen im amerikanischen St. Louis. Erst im Jahre 2012 durften auch Frauen an den Olympischen Spielen teilnehmen.
Ein Boxkampf nach den olympischen Regeln dauert 3 Runden a 3 Minuten. Bei den Männern wird in 9 Gewichtsklassen gekämpft, 10 bei den Frauen. Gewinnt keiner der Kontrahenten durch K.O. oder Abbruch, dann müssen die Punktrichter die Zahl der Treffer werten. Frauen und Jugendliche tragen einen Kopfschutz.
Dass Boxen für Kinder und Jugendliche eine persönlichkeitsstärkende Wirkung hat, da sind sich die meisten Pädagogen und Psychologen einig. Daneben entwickelt Boxen Kondition, Kraft, Beweglichkeit und Geschwindigkeit. Bewegungen müssen sauber ausgeführt werden, räumliches Vorstellungsvermögen und vorausschauendes Denken sind wichtig. Weil Kinder im Boxtraining sich selbst als stark und kompetent erfahren, steigt auch das Selbstbewusstsein. Die jungen Menschen lernen, sich zu behaupten und gleichzeitig den Standpunkt anderer zu respektieren. Im Training müssen sie ihre Emotionen kontrollieren und entwickeln Frustrationstoleranz. Auch das kommt Kindern im Alltag zugute.
Der hannoversche Fotograf Petar Beres, verfolgt das Boxen beim BSK Hannover-Seelze fotografisch seit etwa 2 Jahren. Die fotografische Arbeit am Ring ist anspruchsvoll. Schon aufgrund der Lichtverhältnisse, der Geschwindigkeit des Sports und der Ringseile, die dem Fotografen oft im Wege sind. Petar Beres hat nach seiner Migration von Ungarn nach Deutschland eine Zeit lang als Pressefotograf gearbeitet, ehe er das Fotografieren neben seiner Berufstätigkeit bei der Stadt Hannover nur noch aus Liebhaberei betrieb. Im Jahre 2000 wurde er Mitglied und Stellvertretender Vorsitzender im Haus der Fotografie in Hannover-Linden. Nach dessen Schließung betreibt er mit dem Verein zur Förderung der Fotografie in Hannover die Fotogalerie GAF als Mitglied des Vorstandes.
Ausstellungseröffnung am Mittwoch, den 11. Februar um 19 Uhr
Ausstellung vom 12. Februar bis 15. März 2026,
Do.-So. von 12 bis 18 Uhr
Grußwort von Brgit Honé, Vorstandvorsitzende der Lotto-Sport-Stiftung | Laudatio von Dr. Reinhard Spieler, Direktor des Sprengel Museums
Galerie für Fotografie Hannover (GAF)
Eisfabrik
Seilerstraße 15d
30171 Hannover
Germany
Andrej Wilhelms - zu schön zum Bleiben
Der Künstler hat sich in Ölgemälden und Holzreliefs intensiv mit dem Verhältnis von Bildillusion und konkreter Form und Materialität auseinandergesetzt. Seine Arbeiten bewegen sich an der Schwelle zur Halbgegenständlichkeit und lassen surrealistische Bezüge zu. Dabei und gerade deshalb zelebriert er das Prozesshafte der Gegenständlichkeit in seiner Arbeit.
In seinen aktuellen Werken treffen so Malerei und Haptik, Fläche und Struktur aufeinander, da Andrej Wilhelms die Technik der Batik auf Textilien nutzt. Auf den Stoffen, die ihre eigene Struktur und Farbigkeit mitbringen, wird mit flüssigem Wachs gemalt und anschließende der Stoff in ein Farbbad gelegt. Nach dem Auswaschen der Restfarbe und dem Entfernen des Wachses erscheint das Motiv auf dem Stoffgrund. Der Bildraum wird zum Teil noch erweitert, indem Stoffe mit einer anderen Textur und Farbe an das Bild angefügt werden.
Motivisch lassen sich Bezüge zur Natur, aber auch abstrakte Formen erkennen, die vom Gestus zwischen Malerei und Zeichnung stehen. Die Formen besitzen Plastizität und scheinen im Bildraum zu schweben. Während dieser zum Teil nach allen Seiten offen ist, gibt es bei anderen Arbeiten einen gedruckten Rahmen, für den traditionelle Stempel aus der indonesischen Textildruckerei verwendet werden. Die seit 2024 eingesetzte Technik der Batik auf Textilien löst die traditionelle Bindung der Ölfarbe auf Leinwand zugunsten einer im Stoff integrierten zeichnerischen Formgebung an und führt zu einem erweiterten Bildeindruck.
Der aus Hannover stammende Andrej Wilhelms hat in Weimar und an der Kunstakademie Münster studiert und als Meisterschüler von Professor Cornelius Völker abgeschlossen 2016 erhielt er den Förderpreis „Die Große Kunstausstellung NRW“ in Düsseldorf.
Eröffnung: Freitag, 30. Januar 2026, 19.00 Uhr
Begrüßung: 2. stellv. Bürgermeister Wilhelm Busch
Einführung: Julienne Franke, Städtische Galerie Lehrte
Dauer der Ausstellung: bis 19. April 2026
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonntag 14.00 – 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Aktionen für Kinder in den Osterferien
Dienstag, 24. März 2026, 10.00 – 11.30 Uhr
In der Schwebe Blätter, Blumen, Formen und anderes mehr schweben im farbigen Raum. Woher kommen sie und wohin fliegen sie? Wir malen und zeichnen eigene Bilder und erfinden Geschichten dazu.
Für Kinder ab 6 Jahren (Beitrag: 1,50 €)
Mittwoch, 25. März 2026, 10.00 – 11.30 Uhr
Bilder aus Stoff
Wir nutzen nicht nur Farbe und Pinsel, sondern auch verschiedene Stoffe, um Bilder herzustellen. Stoffe fühlen sich mal weich und mal rau an. So bekommt das Bild eine Oberfläche zum Anfassen.
Für Kinder ab 6 Jahren (Beitrag: 1,50 €)
Anmeldung unter:
Stadt Lehrte
Fachdienst Schule, Sport, Kultur
Burgdorfer Straße 10 A, 31275 Lehrte
Telefon: 0 51 32 – 505 3111, 3112, 3113
Bachelorarbeiten 2026|01 Visual Journalism
Fotografien von Martin Albermann, Lasse Branding, Andreas Briese, Simon Eymann, Emilie Herbst, Rafael Heygster, Joshua Lennart Hummel, Lorenz Alois Huter, Timo Jaworr, Aaron Leithäuser, Martin Ly, Alex Martin, Stefan Nieland, Felix Posner, Moritz Schorpp, Nora Schwarz.
Ausstellungseröffnung am Mittwoch, den 21. Januar 2026 um 19:00 Uhr
Ausstellung vom 22. Januar - 01. Februar 2026, täglich von 12 bis 20 Uhr
Die 16 Bachelorarbeiten der Absolvent:innen des Studiengangs Visual Journalism and Documentary Photography zeigen Themen von individueller Lebensgestaltung über Umwelt- und Arbeitsfragen bis hin zu politischen, sozialen und historischen Prozessen. Die Arbeiten untersuchen, wie Menschen ihren Platz in der Gesellschaft finden, wie Landschaften, Städte und Kulturen sich verändern und wie Erinnerung, Identität und Zugehörigkeit visuell erzählt werden können. Präzise und sensibel fotografieren und filmen die Absolvent:innen Menschen, Orte und Ereignisse und hinterfragen bestehende Narrative auf subtile, aber eindringliche Weise.
So zeigt «While we are still here» von Aaron Leithäuser die Bewohner:innen des Wohnprojekts »Lebenstraum Lebensgemeinschaft Jahnishausen« und fragt nach Selbstbestimmung im Alter, während »Zwischen Innen und Außen« von Joshua Lennart Hummel die Bedeutung von Arbeit für Beschäftigte in Werkstätten für behinderte Menschen beleuchtet. Stefan Nieland dokumentiert in »Megaincendio« die Folgen des verheerenden Großbrandes in Valparaíso, Chile, und Moritz Schorpp verhandelt in »The Melody of a Fallen Tree« Herkunft, Erinnerung und Verlust in seiner Heimatregion Schwarzwald. Mit »Fluch der Algen – algues maudites« thematisiert Emilie Herbst die ökologische und gesundheitliche Bedrohung durch die massive Ausbreitung von Grünalgen an den Küsten der Bretagne. »Spiridons Erben« von Timo Jaworr porträtiert die außergewöhnliche Disziplin von Läufer:innen des 100 Marathon Clubs, während Felix Posner in »Stage of Inclusion« Einblicke in die Ausbildung von Schauspielstudierenden mit geistiger Behinderung gibt. In »Democracy Dies in Daylight« untersucht Rafael Heygster die Selbstinszenierung und das Erstarken rechter Bewegungen in Deutschland. Lorenz Alois Huter hinterfragt in »Kitzbühel – a Rigid Gaze?« touristische Bildwelten seiner Heimatstadt, während Lasse Branding in »The Atlas of Evidence: Visual Perspectives of the ICTY« Fotografien als juristische Beweisstücke und historische Zeitzeugnisse analysiert. Simon Eymann macht in »Jurtopia« alternative Lebensformen mittels Virtual Reality erfahrbar. »Songs of the Taiga« von Nora Schwarz thematisiert das stille Verschwinden borealer Urwälder in Schweden, Alex Martin untersucht in »UTOPIA« die Geschichte und den möglichen Niedergang der ungarischen Industrie- und Planstadt Dunaújváros, Andreas Briese richtet in »Fettes Land« den Blick auf die Schwarzerde der Hildesheimer Börde, während Martin Albermann in »Wo Marx nie war« den Wandel der Stadt Chemnitz zwischen Aufbruch und Stillstand beschreibt. In »Arbeit an der Pause« schließlich beobachtet Martin Ly kurze, oft übersehene Momente der Erholung im Arbeitsalltag.
Galerie für Fotografie Hannover (GAF)
Eisfabrik
Seilerstraße 15d
Hannover 30171
Germany
"Spannungsräume" in der Wassermühle Sudweyhe
Skulpturen aus Holz, Stein, Bronze und Zirkon von Uwe Hansmann – mal federleicht, mal imposant – treffen auf Strukturbilder in kräftigen Farbtönen und filigrane Kompositionen mit Blattgold von Manuela Mordhorst. Unter dem Titel „Spannungsräume“ präsentieren die beiden Künstler ihre Werke und zeigen wie gut unterschiedliche Kunstrichtungen, Materialien und Herangehensweisen miteinander harmonieren können.
Die Ausstellung ist bei freiem Eintritt bis zum 15. März 2026 immer sonntags von 12:00 bis 18:00 Uhr zu sehen.
Weitere Termine im Zuge der Ausstellung:
Sonntag, 15. Februar 2026, 15:00 - 17:00 Uhr: Lesung mit Uwe Hansmann
Sonntag, 15. März 2026, 16:00 Uhr: Finissage
Veranstaltungsort
Wassermühle Sudweyhe
Im Mühlengrunde 15
28844 Weyhe
Veranstalter
Rathaus Bereich Kultur
Henry-Wetjen-Platz 4
28844 Weyhe
JAZZ COLOURS - Ausstellung mit Werken von Jürgen Born
Die Kunst von Jürgen Born hat Sprengkraft! Sie sprengt die Genre-Grenze von Malerei und Musik, schafft es scheinbar mühelos, dass eine mit dem anderen zu verbinden und beides wechselseitig ineinander aufgehen zu lassen. Seine Bilder sind alles andere als stumm oder eindimensional. Sie lassen sich nicht neutral ‚konsumieren‘ oder rein kunstwissenschaftlich analysieren, sondern wollen uns ‚packen‘, uns persönlich und emotional ansprechen. Jürgen Borns „Jazz Colours“- Bilder demonstrieren eindrucksvoll, dass Musik uns ganzheitlich anspricht, bewegen und erreichen will und dass Malerei mehr ist als Farbe und Form auf einer Fläche. Seine Klangbilder berühren unmittelbar. Seine gemalte Musik ist einfach im wahren Sinne des Wortes attraktiv, zieht uns an und mitten hinein in das Geschehen – der Kunst, des Lebens, der Live-Performance.
Den „Jazz Colours“-Bildern ist deutlich anzumerken, ja abzuspüren, dass hier jemand malt, der selbst begeistert ist von seinen Sujets und ihrer Leidenschaft für Musik. Ein Künstler, der die Musik, die Musiker*innen liebt, die er ‚abbildet‘, deren Klänge er in Farbe und Form überführt.
Jürgen Born ist selbst ein großer Fan von Jazz, Funk, Blues und Soul und hat lange als DJ in diversen Clubs aufgelegt. Er studierte Freie Kunst an der Fachhochschule für Kunst und Design in Hannover und arbeitete in den 1980er-Jahren in der dortigen Kestner Gesellschaft. Seine maßgeblichen künstlerischen Einflüsse sieht er vor allem im Expressionismus und der zeitgenössischen „Wilden Malerei“. Anlässlich der Ausstellung seiner Werke in Loccum erklärt er: „In der Musik, wie auch in der Malerei, steht die nonverbale Weitergabe von Informationen im Vordergrund. Es geht um die persönliche Erfahrung, um sinnliche Eindrücke, um Schmerz, Liebe und Glück. Bei der ‚Jazz Colours‘-Serie entstehen zuerst die Klangbilder nach der Musik der später ins Bild gesetzten Musiker. Der Klang ist für mich erst einmal etwas Strahlendes, wie Licht.“
Von der Strahlkraft seiner Kunstwerke können sich Besucher* innen und Tagungsgäste auf dem Campus Loccum selbst ein Bild machen. Prof. Dr. Silke Leonhard, Rektorin des Religionspädagogischen Instituts (RPI) in Loccum, freut sich sehr über die Ausstellung: „Jürgen Borns Kunst weckt Resonanzen. Den Klang und die Bewegtheit der Musik kann man in seinen Klangbildern sehen und fast hören.“ Herzliche Einladung, die Strahlkraft der Musik und den Farbenklang der Malerei von Jürgen Born auf dem Campus Loccum zu erleben!
Dr. Matthias Surall
Ausstellung
2.9.25 – 24.2.26
Münchehäger Str. 6
& Uhlhornweg 10 – 12
31547 Rehburg-Loccum
Mo – Sa: 7.30 – 20 Uhr
So: 8 – 14 Uhr