Ameise, 2018, Öl- und Sprühfarbe auf Leinwand, 100 x 150 cmMaria Trezinski - Holometabola

Feuerwanzen, Ameisen, Bienen und andere Insekten sind eher ungewöhnliche Motive, denen sich Maria Trezinski in ihren Gemälden widmet. Dabei bieten die Oberfläche und Textur, das Gewicht und die Haptik den Anlass, sich mit den kleinen, teils als unangenehm empfundenen Wesen zu befassen. Sie werden meist bildfüllend ins Format gesetzt und unabhängig davon, ob es sich um Leinwände von 30 x 40 cm oder 200 x 140 cm handelt, findet eine starke Vergrößerung gegenüber der Realität statt. Die Darstellung verliert sich nicht in fotorealistischer Exaktheit von Details, vielmehr etabliert die Malerei eine eigenständige Formensprache, bei der die verschiedenen Insektenarten erkennbar bleiben. Die Vergrößerung und Konzentration auf ein einzelnes, manchmal auch zwei Lebewesen ermöglicht eine Betrachtung, die weit über die alltägliche Flüchtigkeit hinausgeht. Dabei bringen die malerische Behandlung und die delikaten Farbverläufe, die Zartheit und Musterung der Insekten in ihrer Schönheit zur Geltung, während die Umgebung nur angedeutet wird.

Der Artenreichtum und die Bedeutung von Insekten für Naturkreisläufe stehen in einem Missverhältnis zur Aufmerksamkeit, die sie erhalten. Der fehlende Kuschelfaktor wie bei Haus- und Säugetieren verhindert eine Vermenschlichung von Insekten, deren Wehrhaftigkeit und Überlebensfähigkeit wie deren Fähigkeit arbeitsteilige Produktionsgenossenschaften zu bilden, Faszination oder Frucht erzeugen. Als Symbol und Motiv in der Kunst- und Kulturgeschichte spielen seit dem Alten Ägypten bis zu zeitgenössischen Darstellungen eine Rolle.

Die Ausstellung mit Werken von Maria Trezinski ist Teil der IntraRegionale 2026, einer Kooperation von zehn Kunstinstitutionen in Hannover und der Region, die sich diesmal den Insekten in der Kunst widmet. Das Insektenbündnis ist für die Vermittlung verantwortlich.

Eröffnung: Freitag, 24. April 2026, 19.00 Uhr
Begrüßung: Bürgermeister Frank Prüße
Grußwort: Erster Regionsrat Jens Palandt, Region Hannover
Einführung: Julienne Franke, Städtische Galerie Lehrte

Dauer der Ausstellung: bis 19. Juni 2026
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonntag 14.00 -18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Informationen zu den weiteren Ausstellungen und dem Begleitprogramm unter www.intraregionale.org

Bitte beachten Sie: Trotz Bauarbeiten auf der Bahnstrecke Hannover - Lehrte können Sie die S 7 um 18.40 Uhr oder den RE 60 um 18.55 Uhr für den Besuch der Ausstellungseröffnung nutzen. Wir passen den Beginn der Veranstaltung entsprechend an.
Für die Rückfahrt steht Ihnen der RE 60 jeweils um 21.46 Uhr/22.46 Uhr etc. oder die S 7 um 21.56 Uhr/ 22.56 Uhr etc. zur Verfügung.