IntraRegionale 2021 - Klangkunstfestival in der Region Hannover 13. Juni – 18. Juli 2021 Clara Oppel in den Kasematten in Neustadt

Elf Kunstinstitutionen aus der Region Hannover präsentieren im Rahmen der IntraRegionale zeitgenössische Klangkunst an ungewöhnlichen Orten.

 

Aus 169 Bewerbungen wählte eine Fachjury jetzt elf Künstlerinnen und Künstler aus, Installationen mit direktem Bezug zu vorgegebenen Ausstellungsorten zu entwickeln. Die Hörregion Hannover vertieft mit einem umfangreichen Begleitprogramm das Hör- und Kunsterlebnis während des Ausstellungszeitraums vom 13. Juni bis zum 18. Juli 2021.

Was haben das Parkhaus in Lehrte, die Wasserkunst in Hannover, der Wertstoffhof in Bissendorf und der Isernhagener Friedenshain gemeinsam? Sie und weitere ungewöhnliche Orte in der Region Hannover werden während der IntraRegionale zu Ausstellungsräumen. Elf Kunstinstitutionen aus der Region Hannover starteten gemeinsam einen internationalen Aufruf, um Künstlerinnen und Künstler zu finden, die für die vielfältigen Örtlichkeiten klangvolle Installationen erschaffen.

Insgesamt 169 Künstlerinnen und Künstler aus 39 Nationen bewarben sich im Auswahlverfahren. Eine 6-köpfige Fachjury wählte jetzt aus den Bewerbungen elf Künstlerinnen und Künstler und wies ihnen jeweils einen der Ausstellungsorte zu.

„Die Bewerbungen zeigen das gesamte Spektrum der Klangkunst - von der Einbeziehung von Naturgeräuschen, Musikinstrumenten, elektronischen Klängen oder künstlicher Intelligenz, über die Klangerforschung von Objekten und Materialien bis zur Stille und dem Hören als grundlegender Sinneseindruck." erläutert Julienne Franke, Jurymitglied und Leiterin der Städtischen Galerie Lehrte.

Ein wichtiges Kriterium für die Auswahl der Jury im Rahmen der IntraRegionale sei das Einlassen auf den Ausstellungsort: "Gerade weil die elf Orte so unterschiedlich sind. Das Ortspezifische in etwas Klangspezifisches umzusetzen, ist die Herausforderung, die überzeugend gelingen soll."

Die Region Hannover darf sich nun auf das kreative Wirken von fünf Künstlerinnen, vier Künstlern und zwei künstlerischen Duos freuen, die alle bereits internationale Kunstinstitutionen und Festivals mit ihren Installationen, Performances und Werken bereicherten. Ihre inhaltlichen, ästhetischen, wie auch soundtechnischen Ansätze sind dabei so vielgestaltig, wie die Orte, die sie im Rahmen der IntraRegionale klangkünstlerisch bespielen werden.

So macht Clara Oppelt in ihren meist multidimensionalen, begehbaren Werken den Mikroorganismus hörbar, währen bei Georg Klein der "Ortsklang" selbst im Vordergrund steht und Lisa Premke in ihren oft visuell großflächigen Arbeiten Objekten und Räumen Handlungsfähigkeit verleiht, indem sie sie zu geräuschproduzierenden Subjekten macht.

Bis zur Eröffnung des Klangkunstfestivals am 13. Juni haben sie jetzt Zeit, ihre Ausstellungsorte zu erkunden und sich inspirieren zu lassen.

Zugleich plant die Hörregion Hannover gemeinsam mit den beteiligten Kunstvereinen und Partnern aus dem Netzwerk der Hörregion ein ohrenöffnendes Begleitprogramm, das Lust auf die Kunstwerke macht, die Hörwahrnehmung stärkt und zur Klangerforschung animiert. 

So dürfen sich Neugierige auf Konzerte mit ungewöhnlichen Instrumenten freuen, Familien erleben Klang-Workshops mit dem Naturpark Steinhuder Meer und Kindergartenkinder erforschen Töne einer Entdeckerkiste der Forscherkids, und gemeinsam mit dem aha Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover wird scheinbar ausgedienten Gegenständen neuer Klangzauber entlockt. Auch der Studiengang Medien, Information und Design der Hochschule Hannover wird als Kooperationspartner mit einer von den Studierenden eingerichteten Klanginstallation im Planet MID auf dem ehemaligen EXPO-Gelände Teil der IntraRegionale sein. Derzeit entstehen hier auch erste Ideen und Aufnahmen, um während der IntraRegionale zusätzlich den Hörgulli in Hannovers Innenstadt klangkünstlerisch zu bespielen.

www.intraregionale.org