Angelehnt an einen Text von Dr. Rainer Grimm im Zusammenhang mit der Ausstellung

   „Einschnitt-Schmerz-Veränderung“ in der städtischen Galerie Kubus Hannover.

 

Beim Anschauen seiner Arbeiten wird deutlich, dass Verändern, etwas Neues beginnen, eine Konstante bei ihm ist. Er setzt sich immer wieder mit neuen Themen und  künstlerischen Fragestellungen auseinander. Lange beschäftigte er sich mit den frühen Formen der Kunst, mit den Spuren der Erinnerung. In den letzten Jahren haben sich die Schwerpunkte seiner gestalterischen Arbeit verändert, im Mittelpunkt stehen für ihn jetzt ökologische Fragen. Dabei geht er häufig von Naturformen aus, die er abstrahiert und verfremdet. Mit seinen Arbeiten will er Fragen stellen, Denkanstöße geben. In diesem Kontext stand auch die Ausstellung in der Galerie Kubus, in der Peter Groß Wandobjekte, Collagen und Fotos präsentierte. Schaut man die Wandobjekte genauer an, dann fällt auf, dass um die schwarzen Formen herum ein intensiver grüner Schimmer entsteht. Dies fast unwirkliche Grün ist durch die auf der Rückseite aufgebrachte Leuchtfarbe zu erklären. Peter Groß versteht die Farbgebung symbolisch. Schwarz ist die Farbe des Abschieds und der Trauer. Das unkörperlich erscheinende Grün soll die Verbindung zwischen uns Menschen und der uns umgebenden Natur aufzeigen. Es steht für eine – wenn auch gefährdete – Hoffnung.

Als Scherenschnitt steht eine Baumgruppe auf der Fläche, Äste und Stämme verzweigen sich. Über der Gruppe ist etwas wie ein transparenter Verband geklebt. Die Bäume scheinen verletzt zu sein. Am unteren Rand ist eine Biene auf Transparentpapier gemalt. Die scheinbar tote Biene die verletzten Bäume zeigen die Bedrohtheit der Natur. Durch die Reduktion gelingt es Peter Groß seine Aussage zu präzisieren, Gefährdung der Natur wird ohne Umschweife gezeigt.

 

 

www.peter-gross.info