Der Kunstverein Neustadt trauert um seinen ehemaligen Vorsitzenden Werner Voß

 

Die Nachricht von seinem Tod hat uns tief getroffen. Mit ihm verlieren wir den Vorsitzenden unseres Kunstvereins, der von April 2008 bis März 2017, also fast 10 Jahre, unsere Arbeit mitgestaltete. Wir denken an die 25-Jahr Feier, die er im Schloss Landesrost mit Werken von 25 Künstler*innen und einem von einem Künstler hergestellten Essen organisierte. Im folgenden Jahr feierte er mit uns den 20. Geburtstag der Bilderausleihe, die einzige ehrenamtlich betriebene Artothek bundesweit. 2012 engagierte er sich für die Präsentation der Meisterschüler*innen der Hochschule für angewandte Kunst Hildesheim; hier druckten die jungen Künstler*innen ihre Werke auf dem mitgebrachten Drucker im Schloss Landestrost. Bei vielen Neustädtern werden noch die vielen Grafiken zu Hause hängen, die vor ihren Augen hergestellt wurden. In Erinnerung bleibt ein weiteres Großereignis. Die Ausstellung zum 25-jährigen Bestehen der Neustädter Artothek. 50 Artotheken aus ganz Deutschland- kleinere wie Elmshorn bis zu den größten aus Berlin und Frankfurt präsentierten ein für ihr Institut „typisches“ Werk in Neustadt. Originalton Werner Voß: “ Leihen Sie uns bitte das Werk, über das unsere Besucher*innen sagen sollen, das also ist das Bild, das für die Leipziger Ausleiher typisch ist“  Das NDR Fernsehen sorgte dann für die landesweite Beachtung. Mit zwei Ausstellungen im Jahr und vielen Exkursionen zu attraktiven Museen steigerte Herr Voß die Zahl der Mitglieder auf die heutigen 200 und lockte viele Besucher zur Kunst. Er setzte sich besonders für die niedersächsischen Künstler*innen ein. So ermunterte er deshalb die Besucher, Bilder auch zu kaufen mit Wilhelm Buschs Zitat: “Leicht kommt man ans Bildermalen, doch schwer an Leute, die`s bezahlen“. Mit seiner Umsicht, seinem Sachverstand und seiner ausgleichenden aber auch zielgerichteten Führung prägte er entscheidend den Kunstverein. Er lebte bei uns Friedrich Hebbels Satz: „Alle Kunst ruht auf dem tiefsten Ernst“.

Wir danken ihm. Wir vermissen ihn