Italien-Begeisterung der Klassischen Moderne im Fokus.

Denn die Vielfalt der Würzburger Ausstellung ist groß, die "Italiensehnsucht" hat viele Gesichter.

Die Schau versammelt Ölgemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken und Skulpturen von 31 deutschsprachigen Künstlerinnen und Künstlern, die das Sehnsuchtsziel Italien für sich entdeckt haben.

Das Besondere: Während üblicherweise die Italienreisen des 19. Jahrhunderts im Fokus stehen, widmet sich jetzt zum ersten Mal eine Ausstellung den Jahren 1905 bis 1933 – also der Klassischen Moderne. Die Ausstellung bietet bekannte Namen und Neuentdeckungen. Vertreten sind bekannte Namen wie Ernst Barlach, Max Beckmann, Erich Heckel oder Karl Schmidt-Rottluff.

Die Ausstellung bietet aber auch Neu- und Wiederentdeckungen, vor allem Künstlerinnen wie Dora Hitz oder Anna Rée. Oder auch Mathilde VollmoellerPurrmann, deren Rom-Aquarelle aus den 1920ern einen förmlich hineinziehen in einen flirrend heißen Sommertag auf der Piazza del Popolo.

"Wie es der Künstlerin gelingt, mit den Aquarellfarben die Hitze der Stadt einzufangen, das begeistert mich", schwärmt Henrike Holsing.

Von der italienischen Idylle bis zum "Unbändigen des Lebens" Städte wie Rom, Florenz oder die Zauberstadt Venendig und vor allem auch die Küsten wie die Amalfiküste rund um Sorrent und Positano:

Das waren die Orte, wo die Italienreisenden Motive fanden und künstlerisch verarbeiteten. Mal mit der voll ausgeschöpften Farbpalette des Südens, mal konsequent schwarz-weiß wie bei Otto Pankok. Auf seinen großformatigen Radierungen schäumt die Meeresgischt und der Vesuv schickt eine Rauchsäule zum Himmel.

"Das ist spannend, Pankok bringt noch mal einen ganz anderen Aspekt in die Ausstellung ein", sagt Henrike Holsing. Denn der Künstler habe in Italien nicht die Idylle gesucht, sondern "das Unbändige des Lebens".

Nächste Stationen sind Zwickau und Bonn

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